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Gesellschaft, Politik

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Ich zeig dir meine Stadt - Stadtführung als Hobby
Do. 26.02.2026 18:15
Münster

Viele Münsteranerinnen und Münsteraner kennen ihre Stadt sehr gut, haben ein großes historisches Wissen über Münsters Geschichten und Persönlichkeiten und zeigen gerne Gästen ihre Stadt. Eine Stadt, die viel zu bieten hat: Einzigartige historische Themen wie die Herrschaft der Wiedertäufer, der Westfälische Friede, die Zerstörung und der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber auch das moderne Leben in der westfälischen Metropole, der Stadt der Wissenschaft und des Lifestyles, ist sehenswert. Dazu kommt viel Kurioses, Typisches und Merkwürdiges. Erzählstoff gibt es also genug. Doch zu einer gelungenen Stadtführung gehört mehr als dieses Wissen. Unser Kurs zeigt Wege und Methoden für eine informative und lebendige Stadtführung. Wir zeigen, wie man Gäste zu Sehenswürdigkeiten führt, Geschichte anschaulich erzählt und in einem lebendigen Vortrag vermittelt, was Münster so interessant macht. Der Kurs richtet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich Grundkenntnisse in der Stadtführung aneignen möchten, um diese privat anzuwenden oder die ersten Schritte als Stadtführerin oder Stadtführer machen möchten. Es wird gezeigt, wie man mit Spaß und Freude Lieblingsplätze, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten der Stadt präsentieren kann.

Kursnummer 142020
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Gebühr: 34,00
Gemeinsam gegen Sexismus – Wer hat Platz in der Zukunft? Ausstellung
Mo. 02.03.2026 10:00
Münster
Ausstellung

Sexismus beschreibt Benachteiligung, Abwertung oder Ausschlüsse aufgrund des Geschlechts oder der Geschlechtsidentität. Er kann in Sprache, Verhalten, Strukturen oder gesellschaftlichen Erwartungen sichtbar werden und beeinflusst so private Beziehungen ebenso wie Arbeitswelt, Bildung, Medien oder öffentliche Räume. Oft ist uns gar nicht bewusst, wie sehr solche Muster unsere Wahrnehmung und unser Miteinander prägen. Um diesen Mechanismen auf den Grund zu gehen, zeigt die VHS Münster gemeinsam mit dem Amt für Gleichstellung die bundesweite Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“. Die Plakatreihe lädt dazu ein, eigene Erfahrungen zu reflektieren, gängige Vorstellungen zu hinterfragen und sich mit den Dimensionen von Sexismus auseinanderzusetzen. Die Plakate werden von dem Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ zur Verfügung gestellt. Das Bündnis ist Teil des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vereint seit 2020 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik, um Sexismus sichtbar zu machen und gemeinsam abzubauen. Die Ausstellung ist vom 02. bis 27. März, 2026 im Foyer im ersten OG der vhs zu sehen. Sie ist gerahmt von einem Programm, das sich noch einmal genauer mit dem Thema Sexismus in verschiedenen Bereichen auseinandersetzt. Rahmenprogramm: • 02. März: Tag der offenen Tür bei Move and Meet • 04. März: Equal Care Day - Lesung & Vortrag von Susanne Mierau • 10. März (15:00 – 16:30 Uhr) und 24. März 16:30 – 18:00 Uhr) Nur Mut Frauen – Stadtrundgänge • 14. März (13:00 – 18:00 Uhr) Unter die Haut Kreativworkshop für Frauen in Kooperation mit den OMAS GEGEN RECHTS Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen finden sich ab dem 15.Februar 2026 im Flyer zur Ausstellung und unter www.vhs-muenster.de Für die Stadtrundgänge und den Kreativworkshop Anmeldung unter vhs-muenster.de In Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung

Kursnummer 100100
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Gebühr: kostenlos
Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte. vhs.wissen live
Mi. 04.03.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Stolze Hüften aus Knochen, Stein, gebranntem Ton. Wir nennen sie Göttinnen, doch wer oder was waren sie wirklich? In Büchern über die Steinzeit sehen wir vorrangig Männer beim Jagen, Feuerstein schlagen oder Höhlen bemalen. Die meisten Menschenbilder aber, die uns von Eiszeitmenschen selbst hinterlassen wurden, zeigen Frauen. Was waren das für Gesellschaften, die sie und ihr Geschlecht so zentral und ohne Scham darstellten? Nach Jahren der Recherche kehrt Ulli Lust zurück mit ihrem groß angelegten Sachcomic über die Anfänge der Kunst und die Bedeutung der Empathie für das Überleben unserer Spezies: Rund um die archaisch-weiblichen Figurinen entfaltet sich eine vergessene Welt, in der die Heldenreise Gruppensache war, die nur gemeinsam bestanden werden konnte, von Frauen, Männern, Kindern oder auch nichtbinären Menschen in mitunter reich geschmückter Rolle. Ulli Lust ist eine österreichische Comiczeichnerin und Illustratorin. Ihr Comic „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" (avant-verlag) erhielt international viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Ignatz Award und dem Los Angeles Times Book Award ausgezeichnet. Ulli Lust zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Comiczeichner:innen; sie unterrichtet Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover und hat 2025 den Sachbuchpreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erhalten. In Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

Kursnummer 102155
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Gebühr: kostenlos
Freimaurerinnen stellen sich vor: Die Loge Perpendiculum in Münster
Do. 05.03.2026 19:30
Münster

Um den Bund der Freimaurerei ranken sich noch immer viele Mythen und Legenden. Dass es sich dabei nicht nur um einen reinen Männerbund handelt, wissen die wenigsten. Frauen und Freimaurerei , das ist offenbar auch 2026 noch ungewöhnlich. Dabei gibt es in Deutschland mittlerweile 33 Frauenlogen. Aber was ist Freimaurerei eigentlich? Und warum treten Menschen auch heute noch diesem Bund bei? Zu diesen Fragen möchten die Freimaurerinnen der Loge Perpendiculum in Münster Antworten anbieten. Der Vortrag beleuchtet die grundlegenden Aspekte der Freimaurerei als ethisches System und als Diskursgemeinschaft. „Die Freimaurerei ist ein soziales Phänomen mit universalistischer und humanistischer Ausrichtung, das auf den Idealen von Brüderlichkeit und Solidarität beruht.“ (Bundeszentrale für politische Bildung, 2024) Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit des Austausches.

Kursnummer 125000
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Gebühr: kostenlos
Frauenrechte in Gefahr? Internationaler Frauentag OMAS GEGEN RECHTS
So. 08.03.2026 15:00
Münster
OMAS GEGEN RECHTS

Zum internationalen Frauentag laden die vhs Münster und die Omas gegen Rechts Münster zu einer Veranstaltung ein. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wann welche Frauenrechte in Deutschland erkämpft wurden, worauf unsere Mütter noch verzichten mussten und wovon unsere Töchter und Enkelinnen heute profitieren können. Eigene Erinnerungen und Erfahrungen der Teilnehmenden sind ausdrücklich willkommen. Im zweiten Teil berichtet die Journalistin Vanessa Leitschuh von ihren Undercover-Recherchen in der rechten Frauenorganisation „Lukreta“, die von der Tochter einer ranghohen AfD-Politikerin aufgebaut wurde. In ihrem aktuellen „stern“-Beitrag vom Oktober 2025 zeigt sie, wie das Netzwerk arbeitet und welche frauenpolitischen Rückschritte mit rechtsextremen Strategien verbunden sein können. Gemeinsam mit ihr diskutieren wir, welche Frauenrechte heute durch rechtsextreme Politik besonders bedroht sind.

Kursnummer 105100
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Gebühr: kostenlos
Stadtspaziergang Nur Mut Frauen
Di. 10.03.2026 15:00
Münster
Nur Mut Frauen

Frauen kämpften zu allen Zeiten für ihre Rechte und setzten sich gegen patriarchale Gewalt zur Wehr. Auch die ‚Neue Frauenbewegung‘ forderte seit den 1960er Jahren ein freies, selbstbestimmtes FrauenLeben, ein Ende von Diskriminierung, Unterdrückung und alltäglicher Gewalt. Wir werden zahlreiche Aktivitäten münsterischer Frauen in den letzten Jahrzehnten hier in Münster, auf Landes- und Bundesebene sowie auch international vorstellen. Von den Anfängen in den 60er Jahren, den Veranstaltungen anlässlich des ‚Internationalen Jahres der Frau 1975‘ wird ebenso zu hören sein, wie vom Kampf gegen den § 218 StGB, von der Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung von Männergewalt gegen Frauen, nach Finanzierung Autonomer Frauenhäuser, Beratungsstellen, Autonomer Frauenräume etc. Das Tabu des Schweigens und Duldens ist zwar gebrochen, doch es gibt noch so viel zu tun. Veranstaltung im Rahmenprogramm zur Ausstellung Gemeinsam gegen Sexismus In Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung

Kursnummer 100140
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Gebühr: kostenlos
Kunst im Ohr – Ein Livestream für alle Sinne vhs.wissen live
Mi. 11.03.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen! Seien Sie dabei, wenn sich drei Freund*innen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Bitte legen Sie ein paar Utensilien bereit. Damit laden wir Sie ein, Oberflächen und Materialien zu ertasten und den Geruchssinn zu aktivieren. Hören Sie unserer anregenden Unterhaltung nicht nur zu, sondern schmecken, riechen und spüren Sie mit uns die Kunst. Lassen Sie sich darauf ein, Kunst mit allen Sinnen zu erfahren. In der ersten Folge beschäftigen wir uns mit zwei Spitzenwerken des französischen Malers Édouard Manet (1832 – 1883): Der „Nana“ von 1877 in der Hamburger Kunsthalle und „Le Déjeuner“, einem Highlight der Neuen Pinakothek in München aus dem Jahr 1868. Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide sind Kunsthistoriker:innen mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung. Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung. In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle. Hinweis: Halten Sie Zitrone und ein wenig frisches Kaffeepulver, einen Lippenstift, Schminkpinsel oder Taschenspiegel bereit.

Kursnummer 102156
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Gebühr: kostenlos
Unter die Haut - Kreativworkshop für Frauen
Sa. 14.03.2026 13:00
Münster

Kreativer Workshop, der Frauen verschiedener Lebensphasen zusammenführt, stärkt und persönliche Geschichte sichtbar macht. Wir erleben gerade eine ebenso unerwartete wie dramatische Bedrohung von längst erkämpften Frauenrechten. Damit stellt sich auch die Frage nach dem persönlichen und gesellschaftlichen Woher und Wohin mit besonderer Dringlichkeit. Freies Formulieren und kreatives Gestalten helfen, Entwicklungsprozesse sichtbar zu machen, sie zu würdigen und Stolpersteine zu erkennen. In diesem Kunstprojekt können Frauen verschiedener Lebensphasen Regenmäntel wie eine zweite Haut beschreiben, bemalen, gestalten und sich eine (neue) Identität erschaffen. Was bleibt verborgen, was darf oder muss nach außen? Was bleibt, was darf gehen? Welche Grenzen gibt es? Sich zu verwandeln und in eine neue Haut zu schlüpfen ist eine Wunschvorstellung, von der die Welt der Mythen, Märchen und Medien lebt. Geschriebene oder gesprochene Worte haben dabei eine Schlüsselfunktion, aber auch magische Umhänge und Mäntel sind uralte Symbole. Sie schützen, wärmen, verhüllen, verleihen Superkräfte und beschreiben das Wesen, das in ihnen steckt. So werden die Regenhäute zum Sinnbild des Wandels und wie er sich kreativ ausdrücken und gestalten lässt. Der Workshop ist auf eine Zahl von maximal 12 Teilnehmerinnen ausgelegt. Leiterin des Workshops ist Dr. Martina Ward (Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kunstpädagogin) Veranstaltung im Rahmenprogramm zur Ausstellung Gemeinsam gegen Sexismus

Kursnummer 100150
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Gebühr: kostenlos
Jenseits der Banken und fern vom Staat. Über Geld und Freiheit im Zeitalter der Kryptowährungen. vhs.wissen live
Mo. 16.03.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Mit Bitcoin brach vor 16 Jahren das Zeitalter der Kryptowährungen an. Das selbsternannte digitale Bargeld versprach eine anonym und unmittelbar verwendbare und von außen nicht zu korrumpierende Weltwährung jenseits der Banken und fern vom Staat. Bitcoin sei deswegen, so hört man aus dem Internet genauso wie aus dem Zeitungsfeuilleton oder aus US-Senatsanhörungen, eine „Währung der Freiheit“. Dieses Versprechen ist besonders für jene attraktiv, die unter der Macht der Zahlungsvermittler und repressiven Finanzbehörden leiden – und das sind nicht wenige. Doch ist das Versprechen auch tragfähig? Der Vortrag erläutert die Grundprinzipien der Funktionsweise von Bitcoin und anderen Kryptowährungen und sondiert ihre freiheitspolitischen Ambitionen im Lichte geldsoziologischer Befunde und aktueller politischer Entwicklungen in der Ära Trump. Aaron Sahr ist Wirtschaftssoziologe und leitet am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität". Zuletzt erschienen von ihm "Die monetäre Maschine. Eine Kritik der Finanziellen Vernunft" bei C.H. Beck (2022), im Frühjahr 2026 erscheint "Fake Coins. Digitales Geld und analoge Freiheit" in der Hamburger Edition.

Kursnummer 102157
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Gebühr: kostenlos
So stärke ich meine Urteilskompetenz Workshop
Sa. 21.03.2026 10:00
Münster
Workshop

Jed(e)r kann zu strittigen Fragen eine Haltung entwickeln, urteilen. – Aber das gelingt nicht immer gut und auf Anhieb. Im Kurs zeigen wir Ihnen, wie Sie im Alltag Ihr Urteil zu sozialen, politischen und wirtschaftlichen Streitfragen gezielt verbessern und dabei Fehler vermeiden können. Die Sieben Regeln zur Urteilsbildung, wie sie Prof. Dr. W. Sander (Uni Münster) entwickelt hat, helfen dabei. Anhand konkreter Fälle üben Sie auf dieser Basis, Ihre Urteilskompetenz zu verbessern. Dabei nutzen Sie ihre natürliche Intelligenz, um mit Unterstützung durch KI (Künstliche Intelligenz) einzelne Arbeitsschritte der Urteilsbildung zu verbessern. So gelingt es, mit vertretbarem Aufwand, eigene, belastbare Urteile zu generieren, die Urteile anderer zu beurteilen und schrittweise zu verbessern.

Kursnummer 110040
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Gebühr: kostenlos
Stadtspaziergang Nur Mut Frauen
Di. 24.03.2026 16:30
Münster
Nur Mut Frauen

Frauen kämpften zu allen Zeiten für ihre Rechte und setzten sich gegen patriarchale Gewalt zur Wehr. Auch die ‚Neue Frauenbewegung‘ forderte seit den 1960er Jahren ein freies, selbstbestimmtes FrauenLeben, ein Ende von Diskriminierung, Unterdrückung und alltäglicher Gewalt. Wir werden zahlreiche Aktivitäten münsterischer Frauen in den letzten Jahrzehnten hier in Münster, auf Landes- und Bundesebene sowie auch international vorstellen. Von den Anfängen in den 60er Jahren, den Veranstaltungen anlässlich des ‚Internationalen Jahres der Frau 1975‘ wird ebenso zu hören sein, wie vom Kampf gegen den § 218 StGB, von der Forderung nach strafrechtlicher Verfolgung von Männergewalt gegen Frauen, nach Finanzierung Autonomer Frauenhäuser, Beratungsstellen, Autonomer Frauenräume etc. Das Tabu des Schweigens und Duldens ist zwar gebrochen, doch es gibt noch so viel zu tun. Veranstaltung im Rahmenprogramm zur Ausstellung Gemeinsam gegen Sexismus In Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung

Kursnummer 100145
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Gebühr: kostenlos
Antisemitismus - Was gibt es da zu erklären? vhs.wissen live
Mi. 25.03.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Wer nach „Erklärungen“ sucht, tappt meistens im Dunklen und findet nichts. Soziale Phänomene haben Geschichten, die sich rekonstruieren lassen und aus diesen Rekonstruktionen ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Diese sollte man kennen, wenn man über solche Phänomene reden will. Jan Philipp Reemtsma ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie Geschichte der menschlichen Destruktivität. Für seine Biografie über Christoph Martin Wieland erhielt er 2023 den Bayerischen Buchpreis.

Kursnummer 102158
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Gebühr: kostenlos
Eine ganz normale Geschichte? Das deutsch-russische Verhältnis zwischen 1914 und heute
Do. 26.03.2026 19:00
Münster
Das deutsch-russische Verhältnis zwischen 1914 und heute

Eine ganz normale Geschichte? Das deutsch-russische Verhältnis zwischen 1914 und heute Wenige bilaterale Beziehungen waren so spannungsreich und folgenreich wie die zwischen Deutschland und Russland. Im Zeitalter der Nationalismen wurde Russland für die einen zu einem Hort autokratischer Reaktion, für die anderen zu einem nützlichen Partner im Kampf gegen die polnische Unabhängigkeitsbewegung und sogar zum Hoffnungsträger einer konservativen Erneuerung Europas. Je nach historischem Kontext war das Vielvölkerreich Freund und Feind, totalitäre Besatzungsmacht und der „große Bruder“, aber nur selten ein Land, das in der kollektiven Vorstellung keine großen Emotionen hervorrief. War also das deutsch-russische Verhältnis eine „ganz normale" Geschichte zweier Nachbarn oder vielmehr eine Abfolge von Sonderwegen, Illusionen und Katastrophen? Dieser Kurs beleuchtet über ein Jahrhundert deutsch-russischer Beziehungen: von der Kriegserklärung 1914 über den Rapallo-Vertrag 1922, den Hitler-Stalin-Pakt, den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion, die Teilung Deutschlands im Kalten Krieg bis zur gescheiterten „strategischen Partnerschaft" nach 1990. Wir fragen: Welche historischen Kontinuitäten prägen das Verhältnis bis heute? Welche Rolle spielten politische Interessen, Illusionen und blinde Flecken, etwa in Bezug auf die Ukraine? Und welche Erkenntnisse lassen sich aus über 100 Jahren wechselhafter Geschichte gewinnen? Zur Person Dr. Vitalij Fastovskij wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster und spezialisiert auf die Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Er hat zu verschiedenen Themen mit Osteuropa-Bezug gearbeitet, darunter zur Geschichte der Imperien, terroristischer Bewegungen, Migration sowie zur deutsch-sowjetischen Erinnerungsgesichte. Bevor er an die Universität Münster kam, arbeitete Vitalij Fastovskij am Institut für Zeitgeschichte (IfZ, 2012–2018) und an der JLU Gießen (2019–2022). Er war Fellow des German Historical Institute in Moskau (2016), Fellow am Instituut voor Oosters Christendom in Nijmegen (2017) und Fellow am Institute of European Studies der UC Berkeley (September 22–August 23).

Kursnummer 100130
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Roma Eterna. Kunst und Kultur im Rom der Nachkriegszeit: Zwischen Trümmern, Widerstand und Erneuerung vhs.wissen live
Mi. 01.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Am 4. Juni 1944 wurde Rom von den alliierten Streitkräften befreit, ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte Italiens. Die Stadt wurde zum Symbol der Befreiung vom faschistischen und nationalsozialistischen Regime und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Zentrum des kulturellen Neuanfangs. Rom, über Jahrhunderte ein Ort der Mythen, Erinnerung und künstlerischer Sehnsüchte, wurde nun selbst zum Schauplatz künstlerischer Erneuerung. Zwischen den Trümmern des Krieges entstanden neue Ausdrucksformen im Film, in der freien und angewandten Kunst, im Design und im Kunsthandwerk. Künstlerinnen und Künstler gestalteten nicht nur ihre Gegenwart, sondern entwarfen auch ein neues Italien – mit einer Ästhetik, die Widerstand, Hoffnung und die Sehnsucht nach Freiheit mit neu entfesselter Kreativität vereinte und im Mythos von la dolce vita kulminierte. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich in freier Kunst, Film, Kunsthandwerk sowie durch das Inszenieren von Designikonen wie dem Vespa-Motorroller eine Ästhetik von Lebensgefühl und Optimismus formierte, die bis heute nachwirkt und entscheidend unsere Wahrnehmung der italienischen Kultur und Identität beeinflusst. Lisa Hockemeyer ist eine deutsche Design- und Kunsthistorikerin. Sie lehrt Designgeschichte in Mailand. Die Veranstaltung wird live aus der Casa di Goethe in Rom gestreamt und findet in Kooperation mit L.I.S.A, dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, statt.

Kursnummer 102159
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Gebühr: kostenlos
Benvenuto Cellini. Ein Künstlerleben vhs.wissen live
Do. 02.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Durch Goethes Übersetzung hat die eigene Lebensbeschreibung des italienischen Goldschmieds und Bildhauers Benvenuto Cellini (1500-1571) zu grosser Aufmerksamkeit und weiter Verbreitung gefunden. In ihr schildert dieser sein Leben und Werk als untrennbar miteinander verwoben und wird so zum Zeitzeugen einer der vitalsten Epochen der neuzeitlichen Kunst. Im Zentrum des Vortrags steht Cellinis spektakuläre Lebensgeschichte, die nicht nur Goethe anhaltend fasziniert hat, sondern die bis heute ein exemplarisches Zeugnis autonomer Künstlerexistenz darstellt. Andreas Beyer lehrte an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. 2021 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt.

Kursnummer 102160
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Gebühr: kostenlos
Eröffnung der 15. Jüdischen Kulturtage Aspekte des jüdischen Lebens in Venedig zwischen Geschichte und Fiktion
Di. 14.04.2026 19:00
Münster
Aspekte des jüdischen Lebens in Venedig zwischen Geschichte und Fiktion

Kunsthistorikerin Dr. Donatella Chiancone-Schneider illustriert die spezielle Situation der Juden in Venedig vom Mittelalter bis zur Moderne vor dem Hintergrund des breiteren italienischen Kontextes und der Region Veneto insbesondere. In der Lagunenstadt änderten sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen dieser Gemeinde von Epoche zur Epoche stark, die reale und z.T. mißverstandene Rolle des im 16. Jahrhundert eingeführten und im 19. Jahrhundert aufgelösten Ghettos wird anhand von historischen Fakten erläutert; daneben wird aufgezeigt, wie ein berühmtes Werk des Geistes diese Vorlage frei interpretierte und bis heute die Vorstellung der Beziehungen zwischen Juden und Christen beeinflusst: Der Kaufmann von Venedig von William Shakespeare. Die reich bebilderte Präsentation beleuchtet schwerpunktmäßig Kunst und Kunsthandwerk aus dem venezianischen Judenviertel, von den kleinsten kostbaren Manufakten bis zu den spektakulären Synagogen, sowie vielfältige Darstellungen der kontroversen Shylock-Figur aus dem o.g. Drama in der Malerei, Bildhauerei und Grafik, welche dessen wandelnde Wahrnehmung im Laufe der Zeit eindrucksvoll veranschaulichen. Themenbezogene Projekte der Referentin: www.kunstco.de/gondel-venedig.html, www.kunstco.de/juedische-kunst.html

Kursnummer 125010
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Gebühr: kostenlos
Die Gletscher: Von der letzten Eiszeit bis morgen vhs.wissen live
Do. 16.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, betrifft uns alle. Die renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärt anschaulich, wie die Gletscher entstanden sind und wie sie die Landschaft geformt haben. Zudem erzählt sie von der Faszination der Gletscher und der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern. Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen? Andrea Fischer ist Gletscherforscherin und stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. als Wissenschaftlerin des Jahres 2023.

Kursnummer 102161
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Gebühr: kostenlos
Warum nicht losen? Über den Sinn von Zufallsentscheidungen vhs.wissen live
Mi. 22.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Kursnummer 102162
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Die Wiederkehr der Imperien vhs.wissen live
Mo. 27.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

In den 1990er Jahren war man allgemein der Auffassung, die Ära der großen Imperien sei zu Ende. Die europäischen Kolonialimperien waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerfallen, und nun war mit der Sowjetunion auch das letzte Imperium verschwunden. Aber im 21. Jahrhundert ist es zu einer Wiederkehr der Imperien gekommen. China organisiert Einflussgebiete im Rahmen seiner Neue-Seidenstraßenstrategie, Russland stützt sich bei der Rekonstruktion des alten Zarenreichs wesentlich auf militärische Macht, und US-Präsident Trump nutzt in aller Offenheit die Methoden der Erpressung und des Drohens, um Geldflüsse in die USA in Gang zu setzen. Wie können sich die Europäer, zumal die EU, die kein Imperium ist und auch nicht werden kann, in einer solchen Welt behaupten?" Herfried Münkler war Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung, dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship und dem Preis der Leipziger Buchmesse

Kursnummer 102169
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Gebühr: kostenlos
Die Kelten vhs.wissen live
Mi. 29.04.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends v. Chr. prägen Völker die Geschichte Mittel- und Südeuropas, die ihre griechischen und römischen Nachbarn „Kelten" nannten. Der Vortrag veranschaulicht anhand der Nachrichten antiker Autoren und den Erkenntnissen der modernen Archäologie die wesentlichen Merkmale der keltischen Kultur, gibt einen Überblick über deren Geschichte von den Anfängen bis zur Romanisierung und schließt mit einem Ausblick auf das Weiterleben keltischer Kulturelemente im Mittelalter und in der Neuzeit. Bernhard Maier lehrt Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Er ist ausgewiesener Experte für die Kelten und hat u.a. die Publikation „Die Kelten - Geschichte, Sprache und Kultur" verfasst.

Kursnummer 102163
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Gebühr: kostenlos
15. Jüdische Kulturtage Jüdinnen in der italienischen Frauenbewegung
Di. 05.05.2026 19:00
Münster
Jüdinnen in der italienischen Frauenbewegung

Engagement, Emanzipation und Verfolgung. Jüdinnen in der frühen italienischen Frauenbewegung Jüdische Frauen beteiligten sich zahlreich in der italienischen Frauenbewegung des 19. und 20. Jahrhundert. Mit ihrem Engagement für die Rechte von Frauen setzten sie den Kampf ihrer Väter für die italienische Einheit und die damit verbundene Judenemanzipation fort. Der Faschismus jedoch erstickte den Aufbruch italienischer Jüdinnen im Keim. Der Vortrag schildert die Spannungen des Emanzipationsprozesses zwischen Partizipation und antijüdischer Anfeindung sowie die Entrechtung und Verfolgung während der faschistischen Diktatur aus der Sicht jüdischer Feministinnen. Trotz ihres bedeutenden Einflusses auf die transnationale Orientierung der italienischen Frauenbewegung blieb ihre Emanzipation als Frauen und Jüdinnen unvollkommen. PD Dr. Ruth Nattermann ist Leiterin des DFG-Projekts „Transnationaler Humanitarismus und Flüchtlingspolitik im Zeitalter der Weltkriege“ am Research Centre Global Dynamics der Uni Leipzig und Privatdozentin für Neuere und Neueste Geschichte an der LMU München. Ihre Forschung und Publikationen konzentrieren sich auf die europäische und europäisch-jüdische Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts in transnationalen und globalen Zusammenhängen.

Kursnummer 125030
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Gebühr: kostenlos
15. Jüdische Kulturtage Heinrich Heine: Reise von München nach Genua
Mo. 11.05.2026 19:00
Münster
Heinrich Heine: Reise von München nach Genua

LiteraturKonzert mit Stephan Schäfer (Rezitation) und Roman Sayutov (Klavier) „Hier in Italien ist es ja so schön, das Leiden selbst ist hier so schön, in diesen gebrochenen Marmorpalazzos klingen die Seufzer viel romantischer als in unseren netten Ziegelhäuschen.“ Heinrich Heine Heinrich Heine unternahm wie viele andere Schriftsteller vor ihm eine Reise nach Italien. Die Reiseberichte hatten im frühen 19. Jh. schon eine lange Tradition, aber mit Heines „Reisebildern“ erreichte die Reiseliteratur einen Höhepunkt. In der „Reise von München nach Genua“ (1830) beschreibt Heine Eindrücke seiner Italienreise im Jahr 1828, die ihn über Trient, Verona und Mailand nach Genua führt. Er schildert mit viel Empfindsamkeit Land und Leute, bisweilen urteilt er spöttisch über politische und gesellschaftliche Verhältnisse. Gelesen von Stephan Schäfer (Köln) werden die Texte ergänzt durch Musik jüdischer, teils aus Italien stammender Komponisten wie Mario Castelnuovo-Tedesco, Felix Mendelssohn Bartholdy, Louis Lewandowski und Viktor Ullmann. Es spielt der international renommierte Pianist Roman Salyutov. „Heine ist der amüsanteste deutsche Klassiker. Er hat alle Vorzüge eines genialen Journalisten, alle grimmigen Tugenden eines Humoristen. Mit dem ganzen Märchenglanz und Traumleben der Romantik blieb er der witzigste Realist der deutschen Literatur.“ Hermann Kesten Stephan Schäfer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover sowie an der Bremer Hochschule für Künste. Zur Vermittlung von Literatur und klassischer Musik gründete er 2001 das „Kölner Künstler-Sekretariat“. Inzwischen wurden von ihm über 1000 Lesungen und Konzerte gestaltet und moderiert. Roman Salyutov, geb. in Leningrad, studierte Klavier und Dirigieren in Sankt-Petersburg und Köln und promovierte als Musikwissenschaftler in Paderborn. Er ist u.a. Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach. Außerdem ist er Gründer und Leiter des deutsch-israelischen Yachad Chamber Orchestra.

Kursnummer 125040
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Gebühr: kostenlos
In der Nähe: Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht vhs.wissen live
Mo. 18.05.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich? Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen. Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Kursnummer 102164
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Gebühr: kostenlos
Die weite Welt – New York bis Kapstadt
Mo. 01.06.2026 19:00
Münster

Lutz van Dijk stellt seinen neuen Roman vor. Alles beginnt mit 18 Jahren in New York: fremd, arbeitslos, schwul – mit nur 50 Dollar in der Tasche. Dann aber trifft er Menschen: eine Putzfrau in Manhattan, einen Flüchtling aus Haiti. Der erste Job: Busfahrer in Pennsylvania. Von dort nimmt Lutz van Dijk uns mit in Die weite Welt. Bis heute. Nicht mehr als Fremder. Zuhause in verschiedenen Ländern und Kontinenten. Eine Ermutigung, was in einem Leben „trotz allem“ möglich ist. Ein Plädoyer für das Recht auf ein Zuhause – überall in der Welt. Lutz van Dijk, *1955 in Westberlin, Dr. phil., Autor, Pädagoge, Historiker. Auszeichnungen u. a.: Hans-im-Glück- Preis 1992, Jugendliteraturpreis Namibia 1997, Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001, Rosa Courage-Preis 2003, Poetik- Ehrenprofessur der Uni Oldenburg 2009, Bürger des Jahres in Südafrika 2014, Deutscher Jugendliteraturpreis (Nominierung) 2021, Soul of Stonewall Award 2023. Eine Veranstaltung des Vereins Afrikanische Perspektiven in Kooperation mit der Volkshochschule Münster.

Kursnummer 100180
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Gebühr: kostenlos
Der Rabe, der mich liebte Lesung und Gespräch mit Abdelaziz Baraka Sakin
So. 14.06.2026 12:00
Münster
Lesung und Gespräch mit Abdelaziz Baraka Sakin

Adam Ingliz hat einen Traum, ein einziges Ziel: Professor für Sprachwissenschaften in Oxford zu werden. Er verlässt den Sudan und durchquert mit einem Freund Europa auf dem ›Ameisenweg‹, der ihn in den ›Dschungel‹ von Calais führt. Dort harren Tausende in Zelten aus, um in einem Schlauchboot oder unter einem Lastwagen den Ärmelkanal zu überqueren. Dort verlieren sich die Freunde auch aus den Augen. „Der Rabe, der mich liebte“ ist ein Roman über Flucht, Entscheidungen, die man trifft, und über die Liebe in all ihren Facetten. Mit Humor und Empathie für seine Figuren kreiert Abdelaziz Baraka Sakin mehrstimmig die Lebensgeschichte eines Migranten, der unverrückbar an seinem Traum festhält und um Anerkennung und Teilhabe kämpft. Der Schauspieler Stefan Nászay liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit dem Autor auf Arabisch. Baraka Sakin wurde 1963 in Kassala, im Osten des Sudans. Aufgrund seiner sozialkritischen Themen wurde er im Sudan verhaftet, und seine Bücher waren dort lange verboten. Im Jahr 2012 ging er ins Exil nach Österreich, wo er für die Saison 2022/23 mit dem Literaturpreis Stadtschreiber von Graz ausgezeichnet wurde. International bekannt wurde er durch den Roman „Der Messias von Darfur“, der 2021 im Verlag Edition Orient in Berlin erschien. Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Soziologie, Kunstgeschichte und Arabistik. Sie ist eine der bekanntesten Übersetzerinnen arabischer Literatur ins Deutsche und arbeitet auch als Journalistin, Dozentin für Hocharabisch sowie als Lektorin. Stefan Nászay ist Schauspieler und Performer. Er gründete das „Kollektiv | Körper | Fest“, ein Theaterlabel, das sich zum Ziel setzt, spartenübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlichster Künstler anzuregen und in Eigenproduktionen zu verwirklichen. KOOPERATION und FÖRDERUNG Afrika Kooperative e.V., Volkshochschule Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Münster, Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V.

Kursnummer 100200
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Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition vhs.wissen live
Do. 18.06.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.

Kursnummer 102166
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„Zukunft der industriellen Produktion in Deutschland“ vhs.wissen live
Di. 23.06.2026 19:30
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Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist. Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.

Kursnummer 102167
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Musik, Wissenschaft und Technik - eine harmonische Reise durch zwei Jahrhunderte vhs.wissen live
Di. 21.07.2026 19:30
Veranstaltung
vhs.wissen live

Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.

Kursnummer 102168
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Münsteraner Klimagespräche
Münster

Münsteraner Bürger:innen engagieren sich und setzen sich für die Erreichung der Klimaziele ein. Die jeweiligen Themen der Münsteraner Kllimagespräche werden ca. sechs Wochen vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. Die Klimagespräche werden durch einen Trägerkreis vorbereitet, der aus dem Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität Münster (ZIN), dem Evangelischen Forum, dem Umweltforum Münster e. V., dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, dem Beirat für Klimaschutz und der vhs-Münster besteht.

Kursnummer 105004
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Equal Pay Day 2026 Soirée - On the long run
Soirée - On the long run

Am 27. Februar ist Equal Pay Day! Der Tag markiert symbolisch den Gender Pay Gap, der aktuell in Deutschland 16 Prozent beträgt. Laut UN-Women Deutschland besteht aber nicht nur eine Lohnlücke, sondern (Lebens-) Einkommen, Rente, Sorgearbeit, die sogenannten „Gender Gaps“ hängen eng zusammen. Wir wissen viel darüber, aber was haben wir gesellschaftlich bisher erreicht? Wir laden Weggefährt*innen, Unterstützer*innen, Multiplikator*innen und Interessierte herzlich ein, gemeinsam zurückzublicken, Perspektiven zu erweitern und sich miteinander zu vernetzen. Wir werden über Erfolge, Herausforderungen und zukünftige Schritte auf dem langen Weg zur Geschlechtergerechtigkeit sprechen. Dazu haben wir Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik eingeladen. Auf dem Podium ist u. a. Magret Homann, Vorsitzende von Frauen u(U)nternehmen. Margret Homann ist seit 2006 Mitglied des Businessclubs Frauen u(U)nternehmen. Seit 2013 engagiert sie sich im Vorstand. Im Jahr 2023 wurde sie zur ersten Vorsitzenden gewählt. Mit anregenden Impulsen, Gesprächen, Poetry Slam, Snacks und Drinks wollen wir all jene feiern, die sich für gleiche Bezahlung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Im Fokus steht unser gemeinsames Ziel: Equal Pay - jeden Tag. Für alle. Überall. Moderation: Nikola Siller, Kompanera Veranstalter*in: Eine Kooperation von AMF (Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen), BPW Club Münster, djb (Deutscher Juristinnenbund), Kompanera e.V., ver.di, kfd Diözesanverband Münster und der Volkshochschule Münster mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Gleichstellung der Stadt Münster.

Kursnummer 100010
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05.03.26 19:35:49