Ab dem 21. Mai 2026, dem bundesweiten Tag der Vielfalt, ist in der Volkshochschule Münster die Ausstellung „Starke Frauen aus Coerde“ öffentlich zu sehen. Die Ausstellung wird ab 17 Uhr im Foyer der 1. Etage eröffnet und ist bis zu den Sommerferien zugänglich. Initiiert wurde das Fotoprojekt von Kristina Kunze, Teamleiterin Sozialraumangebote des AWO Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen und Leiterin des Stadtteilbüros Coerde. Entstanden ist die Ausstellung gemeinsam mit Bewohnerinnen aus Alt-Coerde im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Frauentreffs. Die Ausstellung würdigt inspirierende Frauen aus dem Stadtteil, deren Lebensgeschichten Mut machen und Stärke ausstrahlen. In den eindrucksvollen Porträts des Fotografen Andreas Löchte spiegeln sich Lebenswege voller Tatkraft, Selbstbewusstsein und Zuversicht wider. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte – ergänzt durch persönliche Zitate der porträtierten Frauen, die anderen Mut und Kraft schenken. Die Ausstellung vermittelt dabei eine klare Botschaft: „Hier bin ich. Das habe ich geschafft. Darauf bin ich stolz!“ Mit dem Projekt wird sichtbar gemacht, wie vielfältig weibliche Lebenswege in Coerde sind und wie wichtig Zusammenhalt, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung im Stadtteil gelebt werden.
Lutz van Dijk stellt seinen neuen Roman vor. Alles beginnt mit 18 Jahren in New York: fremd, arbeitslos, schwul – mit nur 50 Dollar in der Tasche. Dann aber trifft er Menschen: eine Putzfrau in Manhattan, einen Flüchtling aus Haiti. Der erste Job: Busfahrer in Pennsylvania. Von dort nimmt Lutz van Dijk uns mit in Die weite Welt. Bis heute. Nicht mehr als Fremder. Zuhause in verschiedenen Ländern und Kontinenten. Eine Ermutigung, was in einem Leben „trotz allem“ möglich ist. Ein Plädoyer für das Recht auf ein Zuhause – überall in der Welt. Lutz van Dijk, *1955 in Westberlin, Dr. phil., Autor, Pädagoge, Historiker. Auszeichnungen u. a.: Hans-im-Glück- Preis 1992, Jugendliteraturpreis Namibia 1997, Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001, Rosa Courage-Preis 2003, Poetik- Ehrenprofessur der Uni Oldenburg 2009, Bürger des Jahres in Südafrika 2014, Deutscher Jugendliteraturpreis (Nominierung) 2021, Soul of Stonewall Award 2023. Eine Veranstaltung des Vereins Afrikanische Perspektiven in Kooperation mit der Volkshochschule Münster. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht, um besser planen zu können.
Unsere Sportgroßveranstaltungen am Beispiel von Olympia und Fußball WM Zwischen Olympiabewerbung in NRW, Winterspielen in Italien und der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko stellt sich erneut die Frage: Wohin entwickelt sich der Spitzensport – und was bedeutet das für den Breitensport? Diskutiert werden Kommerzialisierung, Nachhaltigkeit und politische Dimensionen großer Sportereignisse: Brauchen wir immer größere Events, immer höhere Ticketpreise und immer neue Idole? Oder verlieren FIFA, IOC und Co. zunehmend den Kontakt zu den Fans? Beispiele aus Katar, China oder Sotschi zeigen die Probleme ebenso wie die Begeisterung, die Sport auslösen kann. Auch die Olympia-Abstimmung in NRW wirft Fragen auf: Welche Folgen hat sie für Städte, Vereine und Zuschauer*innen? Kann Sport weiterhin Integrationskraft und demokratischer Begegnungsraum sein – trotz wachsender Kommerzialisierung? Die Veranstaltung knüpft an die Debatte „Wem gehört der Sport?“ aus dem Jahr 2014 an und fragt neu: Wie viel Euphorie wollen wir – und zu welchem Preis? Veranstalter: Debatte e.V. Münster in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und der VHS Münster. Mit: Tom Theunissen, Dietrich Schulze-Marmeling, Moderation: Dorothea Deppermann
RegioSolar im Umweltforum bietet eine Exkursion in Kooperation mit den Stadtwerken zum Agri - Solarpark in Münster Amelsbüren, Hartmannsbrook. 13,2 Hektar groß ist der Agri-Solarpark. Solarflächen entlang von Autobahnen sind keine Seltenheit. Auch an der A1, Höhe der Abfahrt Münster-Hiltrup steht seit kurzem ein solcher Solarpark. Er wurde jetzt offiziell in Betrieb genommen und unterscheidet sich von gewöhnlichen Flächen. Eine Agri-PV-Anlage ist sozusagen ein Dach über einem landwirtschaftlich betriebenen Acker: Auf dem Feld in Münster-Amelsbüren werden zum Beispiel Getreide, Raps und Ackerbohnen angebaut. Oben drüber sind erhöht Solarpaneele aufgestellt. So berichtet der WDR. Weitere Informationen hier: https://cloud.bund-nrw.de/s/cXn829xC6dspm5N Treffpunkt direkt an der Anlage, östlich der Autobahnunterführung. Eintritt frei
Adam Ingliz hat einen Traum, ein einziges Ziel: Professor für Sprachwissenschaften in Oxford zu werden. Er verlässt den Sudan und durchquert mit einem Freund Europa auf dem ›Ameisenweg‹, der ihn in den ›Dschungel‹ von Calais führt. Dort harren Tausende in Zelten aus, um in einem Schlauchboot oder unter einem Lastwagen den Ärmelkanal zu überqueren. Dort verlieren sich die Freunde auch aus den Augen. „Der Rabe, der mich liebte“ ist ein Roman über Flucht, Entscheidungen, die man trifft, und über die Liebe in all ihren Facetten. Mit Humor und Empathie für seine Figuren kreiert Abdelaziz Baraka Sakin mehrstimmig die Lebensgeschichte eines Migranten, der unverrückbar an seinem Traum festhält und um Anerkennung und Teilhabe kämpft. Der Schauspieler Stefan Nászay liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit dem Autor auf Arabisch. Baraka Sakin wurde 1963 in Kassala, im Osten des Sudans. Aufgrund seiner sozialkritischen Themen wurde er im Sudan verhaftet, und seine Bücher waren dort lange verboten. Im Jahr 2012 ging er ins Exil nach Österreich, wo er für die Saison 2022/23 mit dem Literaturpreis Stadtschreiber von Graz ausgezeichnet wurde. International bekannt wurde er durch den Roman „Der Messias von Darfur“, der 2021 im Verlag Edition Orient in Berlin erschien. Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Soziologie, Kunstgeschichte und Arabistik. Sie ist eine der bekanntesten Übersetzerinnen arabischer Literatur ins Deutsche und arbeitet auch als Journalistin, Dozentin für Hocharabisch sowie als Lektorin. Stefan Nászay ist Schauspieler und Performer. Er gründete das „Kollektiv | Körper | Fest“, ein Theaterlabel, das sich zum Ziel setzt, spartenübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlichster Künstler anzuregen und in Eigenproduktionen zu verwirklichen. KOOPERATION und FÖRDERUNG Afrika Kooperative e.V., Volkshochschule Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Münster, Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V.
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt. Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist. Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Prof. Kai Ambos berichtet über die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel, Palästina und dem Iran und erörtert die Frage, ob die Bundesregierung sich schleichend vom Völkerrecht verabschiedet hat. Wo wird die Grenze zu Kriegsverbrechen überschritten, zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Methoden des Genozids? Diese Fragen werden rund um die bewaffneten Konflikte in Israel, Palästina und im Iran kontrovers diskutiert. Die für eine differenzierte Beurteilung erforderlichen Kriterien und Maßstäbe beherrscht Prof. Dr. Kai Ambos von der Universität Göttingen wie nur wenige seines Faches. Als Lehrstuhlinhaber für internationales Strafrecht und Völkerrecht und Leiter der Abteilung ausländisches und internationales Strafrecht an der Universität Göttingen ist er ein hochrenommierter Völkerrechtsexperte. Er ist Richter am Kosovo-Sondertribunal in Den Haag, Verteidiger am Internationalen Strafgerichtshof und Berater der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden. Ende Mai erscheint sein neues Buch „Staatsräson nach Gaza – Das Deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht“. Im Anschluss geht die Moderatorin Britta Schweighöfer, die als Ethnologin im Westjordanland, in Afghanistan, Pakistan und Kambodscha praktische Menschenrechtsarbeit geleistet hat, mit Kai Ambos in ein vertiefendes Gespräch und leitet zu einem Publikumsgespräch über. Veranstalter: Initiativkreis Nahost in Kooperation mit der Volkshochschule Münster Prof. Dr. Kai Ambos (Universität Göttingen) Moderation: Britta Schweighöfer (Ethnologin)
Im Vortrag wird die harmonische Beziehung zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Musikern in den letzten beiden Jahrhunderten behandelt. Wissenschaftler und Ingenieure haben Musikern und Komponisten neue Möglichkeiten der Klangerzeugung und ästhetischen Gestaltung gegeben. Beispiele sind Wilhelm E. Webers Forschungen zu adiabatischen Phänomenen und kompensierten Orgelpfeifen, Hermann von Helmholtz' Beiträge zur akustischen Resonanz und zum Steinway-Resonanzboden, sowie Friedrich Trautweins Arbeiten zur Radio-Klangtreue und seine Erfindung des Trautoniums. Thema wird auch die Zusammenarbeit von Physiologen, Physikern und Klavierpädagogen sein, die die Technik des Klavierspiels verbessern wollten. Myles W. Jackson ist ein US-amerikanischer Wissenschaftshistoriker und derzeit Professor am Institute for Advanced Study, Princeton, sowie u.a. außerordentliches Mitglied der acatech. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Was kann das Ernährungssystem für den Klimaschutz leisten? Welche Synergien können eine Vielzahl beteiligter Akteure und Akteurinnen bei der Gestaltung (nachhaltiger) Ernährungssysteme erzielen, wenn sie sich gemeinsam an einen Tisch setzen und Fragestellungen und Lösungsansätze finden? Damit beschäftigt sich ab Juli das Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Uni Münster (ZIN) in einem Forschungsprojekt und betrachtet europaweit Beziehungen. Hier im Münsterland auf regionaler Ebene. Das Projekt geht dabei in der Betrachtung konventioneller, ökologischer und agrarökologischer Ansätze hinaus, und versucht eine neue Sichtweise auf das Ernährungssystem zu schaffen. Auch bei den Münsteraner Klimagesprächen wollen wir über den Themenkreis der Ernährung diskutieren. Dafür wollen wir mit Landwirtinnen und Landwirten, der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, dem Ernährungsrat e. V., der Wissenschaft und den Teilnehmenden im Publikum sprechen. Nach einem Intro von Prof. Dr. Tillmann Buttschardt (ZIN) und fachlichen Inputs gehen wir in Kreise zum Mitreden und Zuhören. Diese moderierte Diskussionsform ermöglicht es, auch kontroverse Positionen anzuhören und auszutauschen. Denn die Stuhlkreise innen und außen können sich abwechseln. Die Klimagespräche werden durch einen Trägerkreis vorbereitet, der aus dem Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität Münster (ZIN), dem Evangelischen Forum, dem Umweltforum Münster e. V., dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, dem Beirat für Klimaschutz und der vhs Münster besteht. Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten.
Münsteraner Bürger:innen engagieren sich und setzen sich für die Erreichung der Klimaziele ein. Die jeweiligen Themen der Münsteraner Kllimagespräche werden ca. sechs Wochen vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben. Die Klimagespräche werden durch einen Trägerkreis vorbereitet, der aus dem Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität Münster (ZIN), dem Evangelischen Forum, dem Umweltforum Münster e. V., dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, dem Beirat für Klimaschutz und der vhs-Münster besteht.
Am 27. Februar ist Equal Pay Day! Der Tag markiert symbolisch den Gender Pay Gap, der aktuell in Deutschland 16 Prozent beträgt. Laut UN-Women Deutschland besteht aber nicht nur eine Lohnlücke, sondern (Lebens-) Einkommen, Rente, Sorgearbeit, die sogenannten „Gender Gaps“ hängen eng zusammen. Wir wissen viel darüber, aber was haben wir gesellschaftlich bisher erreicht? Wir laden Weggefährt*innen, Unterstützer*innen, Multiplikator*innen und Interessierte herzlich ein, gemeinsam zurückzublicken, Perspektiven zu erweitern und sich miteinander zu vernetzen. Wir werden über Erfolge, Herausforderungen und zukünftige Schritte auf dem langen Weg zur Geschlechtergerechtigkeit sprechen. Dazu haben wir Vertreter*innen aus Wirtschaft und Politik eingeladen. Auf dem Podium ist u. a. Magret Homann, Vorsitzende von Frauen u(U)nternehmen. Margret Homann ist seit 2006 Mitglied des Businessclubs Frauen u(U)nternehmen. Seit 2013 engagiert sie sich im Vorstand. Im Jahr 2023 wurde sie zur ersten Vorsitzenden gewählt. Mit anregenden Impulsen, Gesprächen, Poetry Slam, Snacks und Drinks wollen wir all jene feiern, die sich für gleiche Bezahlung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Im Fokus steht unser gemeinsames Ziel: Equal Pay - jeden Tag. Für alle. Überall. Moderation: Nikola Siller, Kompanera Veranstalter*in: Eine Kooperation von AMF (Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen), BPW Club Münster, djb (Deutscher Juristinnenbund), Kompanera e.V., ver.di, kfd Diözesanverband Münster und der Volkshochschule Münster mit freundlicher Unterstützung des Amtes für Gleichstellung der Stadt Münster.