Der Roman "Schwerer Sand“ von Anatoli Rybakow, der in der Sowjetunion einem Tabubruch im offiziellen Umgang mit dem Holocaust gleich wurde, erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Rachlenko über mehrere Generationen hinweg – angefangen um die Jahrhundertwende in der Schweiz bis zum Holocaust in Osteuropa. Im Mittelpunkt stehen Liebe, Familie und das Überleben. Die Familie erlebt die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der deutschen Besatzung der Ukraine. Trotz Hunger, Gewalt und Verlust versuchen die Menschen, ihre Würde und ihre Hoffnung zu bewahren. In der konzertanten Lesung wird Pianist und Referent Dr. Roman Salyutov Auszüge aus dem in Europa wenig bekannten Meisterwerk vorlesen und den literarisch-historischen Inhalt mit Alexander Lifland auf der Violine durch klassische Musik aus dem 19. & 20. Jahrhundert emotional bereichern. Mit finanzieller Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Stella Gaitano, in Khartum/Sudan geboren, lebt seit 2022 im Ruhrgebiet. Sie schreibt auf Arabisch. In ihrem Roman „Eddos goldenes Lächeln“ verwebt sie die Lebensgeschichten von Frauen und ihren Familien mit der Geschichte des Sudan und des Südsudan in einer von Gewalt und Krieg geprägten Zeit. Das Buch ist in diesem Jahr im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und stand auf der Shortlist für den internationalen Literaturpreis. Die Schauspielerin Agnes Lampkin liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit Stella Gaitano auf Arabisch und Deutsch. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Hind Kandaka Band (Paris). Zum Abschluss gibt es ein sudanesich-eritreisches Essen. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich: info@afrikanische -perspektiven.de Eine Veranstaltung in Kooperation mit Afrikanische Perspektiven e.V.