Sakin, Baraka
Adam Ingliz hat einen Traum, ein einziges Ziel: Professor für Sprachwissenschaften in Oxford zu werden. Er verlässt den Sudan und durchquert mit einem Freund Europa auf dem ›Ameisenweg‹, der ihn in den ›Dschungel‹ von Calais führt. Dort harren Tausende in Zelten aus, um in einem Schlauchboot oder unter einem Lastwagen den Ärmelkanal zu überqueren. Dort verlieren sich die Freunde auch aus den Augen. „Der Rabe, der mich liebte“ ist ein Roman über Flucht, Entscheidungen, die man trifft, und über die Liebe in all ihren Facetten. Mit Humor und Empathie für seine Figuren kreiert Abdelaziz Baraka Sakin mehrstimmig die Lebensgeschichte eines Migranten, der unverrückbar an seinem Traum festhält und um Anerkennung und Teilhabe kämpft. Der Schauspieler Stefan Nászay liest aus dem Roman, die Übersetzerin Larissa Bender führt das Gespräch mit dem Autor auf Arabisch. Baraka Sakin wurde 1963 in Kassala, im Osten des Sudans. Aufgrund seiner sozialkritischen Themen wurde er im Sudan verhaftet, und seine Bücher waren dort lange verboten. Im Jahr 2012 ging er ins Exil nach Österreich, wo er für die Saison 2022/23 mit dem Literaturpreis Stadtschreiber von Graz ausgezeichnet wurde. International bekannt wurde er durch den Roman „Der Messias von Darfur“, der 2021 im Verlag Edition Orient in Berlin erschien. Larissa Bender studierte Islamwissenschaft, Ethnologie, Soziologie, Kunstgeschichte und Arabistik. Sie ist eine der bekanntesten Übersetzerinnen arabischer Literatur ins Deutsche und arbeitet auch als Journalistin, Dozentin für Hocharabisch sowie als Lektorin. Stefan Nászay ist Schauspieler und Performer. Er gründete das „Kollektiv | Körper | Fest“, ein Theaterlabel, das sich zum Ziel setzt, spartenübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlichster Künstler anzuregen und in Eigenproduktionen zu verwirklichen. Eintritt frei – Um eine Spende wird gebeten KOOPERATION und FÖRDERUNG Afrika Kooperative e.V., Volkshochschule Münster, Eine-Welt-Forum Münster e.V., Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Münster, Peter Hammer Verein für Literatur und Dialog e.V.