Diehl, Amina
Anhand der Wirkungsgeschichte von zentralen religiösen Friedens-Bildmotiven werden die dazu passenden Texte gelesen, historisch, theologisch-philosophisch und psychologisch eingeordnet und mit den Anwesenden im Blick auf die heutige Situation diskutiert. Musikalische Intermezzi kommentieren die Texte auf ihre Weise. Ausgewählt werden folgende Symbole, die Judentum, Christentum und Islam miteinander verbinden und auch in anderen Religionen nicht fremd sind: Die Taube mit dem Olivenzweig, das Umschmieden von Schwertern zu Pflugscharen, die Tischgemeinschaft, die Versöhnungsgeste, das Bußritual. Anhand dieser uralten Symbole und Texte lassen sich im Gespräch Anregungen für eigene Rituale und Bilder im Umgang mit Konflikten aller Art gewinnen. In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster und der Initiative ArDeLit (Arabisch-Deutscher Literaturkreis) im Rahmen des Friedenskulturmonats September. Musikalische Begleitung: Saskia Frey, Querflöte
Welches Potenzial haben Religionen beim Klimaschutz? Glaubensgemeinschaften spielen im Klimawandel (in der Auseinandersetzung um den Klimawandel) eine wichtige Rolle. Sie mobilisieren Menschen durch Wertebindung, globale Netzwerke, Bildungsarbeit und können Einfluss ausüben durch (Gemeinde-) Kapital wie z.B. Gebäude und Finanzen. Sie sind in der Lage abstrakte Klimafakten in emotionale Sprache zu übersetzen und an die ethische Verantwortung von Individuen, Politik und Zivilgesellschaft zu appellieren. Religionen tradieren Erzählungen zur Schöpfungsverantwortung, zur intergenerationellen und weltweiten Gerechtigkeit und zur Nächstenliebe, die immer wieder neu aktualisiert und kontextualisiert werden müssen. Durch eigene Gebäude (Kirchen, Moscheen, Tempel) verfügen sie darüber hinaus über großes Potenzial für Solaranlagen und Energieeffizienz, für Biodiversität auf kirchlichen Flächen oder für öko-fairen Einkauf in Gemeinden und Einrichtungen. Die päpstliche Enzyklika Laudato Si und Denkschriften der Ev. Kirche von Deutschland fordern sehr deutlich einen ambitionierten, sozial und ökologisch nachhaltigen Klimaschutz, als einer der wichtigsten aktuellen Herausforderungen für das Überleben des Planeten Das Münsteraner Klimagespräch lädt ein zu einem interreligiösen Gespräch mit Theologie, Wissenschaft und dem Publikum. Eintritt frei.